Motor der Mondmission
Made in Germany auf dem Weg zum Mond: Am 1. April 2026 hob Artemis II vom Kennedy Space Center in Florida, USA, ab und brachte erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen in Richtung Mond. Angetrieben und versorgt wurde die Orion-Kapsel auf ihrer zehntägigen Reise vom European Service Module – gebaut von Airbus in Bremen. Mit 33 Triebwerken, vier Solarauslegern und Systemen für Sauerstoff, Wasser und Temperaturregelung ist das Modul das technische Herzstück der Mission.
Wärme im Winter
Der erste Erdbeckenspeicher Deutschlands soll in Schleswig-Holstein Haushalte mit Fernwärme versorgen. Dafür wird eine große Grube abgedichtet, mit Wasser gefüllt und auf 70 bis 95 Grad Celsius erhitzt. Ein gedämmtes Deckelsystem hält die Wärme im Speicher. Im Sommer fließen Industrieabwärme und Solarenergie in den Speicher. Im Winter gelangt die Wärme über Pumpen und ein gut isoliertes Fernwärmenetz zu den Gebäuden. So lassen sich Erzeugung und Verbrauch zeitlich trennen. Erneuerbare Wärme kann über Monate genutzt werden.
Doubles aus Daten
Digitale Doubles aus Babelsberg: Im volumetrischen Studio von Volucap in Potsdam werden reale Menschen und ihre Bewegungen dreidimensional aufgenommen. Aus den Aufnahmen entstehen digitale 3D-Modelle, die sich später in Filmproduktionen einsetzen lassen – etwa als Statisten oder für virtuelle Szenen. Die Technik erfasst Körper, Kleidung und Bewegungen zugleich. Anders als beim Motion Capture braucht es dafür keine Spezialanzüge mit Markern. Die Personen können vor der Kamera arbeiten wie an einem normalen Filmset.
Recycling statt Restmüll
Alte Schuhe können in ihre Bestandteile zerlegt und als Rohstoffe weitergenutzt werden. Aus Kunststoff, Gummi, Textil und Schaumstoff entstehen Granulate für neue Produkte. Für die deutsche Textilindustrie wird Recycling künftig noch wichtiger: Seit dem 1. Januar 2025 dürfen Alttextilien, Heimtextilien und Schuhe nicht mehr einfach im Restmüll landen. Kommunen und Entsorger müssen eigene Sammelstrukturen bereitstellen. So bleiben mehr Materialien im Kreislauf und die Recyclingquoten steigen.
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW)

Deutschland blieb 2025 zum dritten Mal in Folge Netto-Importeur von Strom. Der Importüberschuss ging aber im vergangenen Jahr deutlich zurück. Auch die Elektromobilität entwickelte sich weiter: Im Oktober 2025 standen mehr als 190.000 Ladepunkte mit 9 Gigawatt Ladeleistung zur Verfügung. Besonders stark wuchs der Bereich der Ultra-Schnelllader. Zugleich wurden erstmals mehr als zwei Drittel der Wohnungen im Neubau mit Elektro-Wärmepumpe geplant.
Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e. V. (textil+mode)

Die deutsche Textil- und Modeindustrie verlor 2025 2,6 Prozent Umsatz. Damit war es das zweite Jahr in Folge mit rückläufigen Umsätzen in beiden Segmenten. Besonders stark traf es die Textilindustrie: Dort gingen die Umsätze um 3,2 Prozent zurück. Ein Grund dafür ist auch die deutlich gesunkene Zahl der Textilbetriebe in Deutschland. Die Modeindustrie entwickelte sich etwas weniger schwach. Sie verzeichnete ein Umsatzminus von 1,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten sank um 4,6 Prozent, die geleisteten Arbeitsstunden um 5,4 Prozent.
Deutscher Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik e. V. (SPECTARIS)

Die Medizintechnik blieb die größte Sparte und steigerte ihren Umsatz um rund 3,0 Prozent auf 42,6 Milliarden Euro. Auch die Augenoptik entwickelte sich positiv. Der Umsatz überschritt 2025 erstmals die Marke von 5 Milliarden Euro. In der Analysen-, Bio- und Labortechnik blieb der Umsatz mit 11,2 Milliarden Euro weitgehend stabil.
Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e. V. (Gesamtmetall)

Auch der Absatz blieb rückläufig. Er lag 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Sowohl im Inland als auch im Ausland gingen die Verkäufe zurück. Die Lage der Metall- und Elektro-Industrie blieb schwierig. Der Rückgang fiel zwar weniger stark aus als 2024, die ungünstigen Rahmenbedingungen belasteten die Betriebe aber weiter.
Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)

Die Zahl der Betriebe entwickelte sich dagegen leicht positiv. Sie stieg um 0,5 Prozent auf 49.113. Das Wachstum kam dabei allein aus dem Bereich Elektrotechnik.
Verband der Elektro- und Digitalindustrie e. V. (ZVEI)

Insgesamt stabilisierte sich die Branche 2025 etwas. Für eine breite Erholung reichte das aber noch nicht.
Bundesverband Druck und Medien e. V. (bvdm)

Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank 2025 um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit lag er im Schnitt rund 28 Prozent unter dem Niveau von 2021. Insgesamt fiel der Rückgang aber weniger stark aus als in den Vorjahren. Der Abschwung verlor damit an Tempo. Auch Beschäftigung und Betriebszahlen gingen weiter zurück. Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnete 2025 ein Minus von 4,7 Prozent bei den Betrieben und 4,5 Prozent bei den Beschäftigten.
Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung e. V. (HPV)

Für die Unternehmen bedeutet diese Entwicklung weiterhin einen hohen Anpassungs- und Effizienzdruck. Neben der verhaltenen Nachfrage wirken insbesondere die Kostenentwicklung und die Veränderungen auf den Absatzmärkten auf die wirtschaftliche Situation ein. Für die papierverarbeitende Industrie bleibt der Ausblick daher schwierig. Die Betriebe stehen weiter vor der Aufgabe, unter herausfordernden Rahmenbedingungen wirtschaftliche Stabilität zu sichern und Beschäftigung zu erhalten.
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